UMWELTMINISTER GLAUBT AUCH AN NATÜRLICHE GRÜNDE FÜR KLIMAWANDEL

Sevelten (mb) – Auch in Zukunft wird Niedersachsens Energieversorgungauf Kohlekraftwerke angewiesen sein. Dies hat UmweltministerHans-Heinrich Sander während eines Besuches in Sevelten gesagt. ImDorfkrug stellte der FDP-Politiker die wesentlichen Inhalte seinesStrategiepapiers „Klimawandel – Herausforderung für Staat undGesellschaft“ vor.
Sander war auf Einladung des Cloppenburger FDP-Kreisverbandes nachSevelten gekommen. In seinem Vortrag leugnete er den Klimawandel zwarnicht, betonte aber, dass dieser nicht ausschließlich durch denMenschen verursacht sei, sondern auch natürliche und damit nichtbeeinflussbare Faktoren eine Rolle spielten. Für das Land Niedersachsenbewirke der klimatische Wandel deutliche Veränderungen, führte Sanderaus: „Im Süden des Landes werden wir mehr Starkregenereignisse zuverzeichnen haben, die Lüneburger Heide wird noch trockenere Sommerdurchleiden müssen und an der Küste besteht die größte Herausforderungan den Hochwasserschutz.“
Sander wies darauf hin, dass Niedersachsen auch in Zukunft aufKohlekraftwerke angewiesen sei, um den stetig steigenden Energiebedarfstörungsfrei decken zu können und sprach sich für Neubauten aus. „Jedesneue Kohlekraftwerk ist besser als ein altes. Im Zuge des ab 2012greifenden Emissionshandelsgesetzes müsse jedoch jede neue Emissiondurch Zertifikate `erkauft` werden. „Ob die Energieversorger dann nocheinen hohen Ehrgeiz in die Erstellung neue Kraftwerke stecken oderlieber ihre alten weiter betreiben, steht auf einem anderen Blatt“,meinte Sander.

