UMWELTMINISTER: "JEDES NEUE KOHLEKRAFTWERK IST BESSER, ALS EIN ALTES"
von Hermann Gerdes
„Wir brauchen weitere Kohlekraftwerke“, so des Ministers Lösung. Außerdem sei jedes neue Kohlekraftwerk besser als jedes alte, das noch am Netz sei.
Bei den Biogasanlagen sei überdies die Grenze erreicht. Die
Ökobilanz sei nicht mehr positiv, sagte Sander im Beisein des
heimischen Landtagsabgeordneten Clemens große Macke (CDU), der wie die
FDP-Kreisvorsitzenden Paul Lübbe (Vechta) und Dr. Christiane
Ratjen-Damerau (Oldenburg-Stadt) sowie der Europaparlaments-Kandidat
Norbert Meyer (Goldenstedt) besonders vom Cloppenburger
FDP-Kreisvorsitzenden und Bundestagskandidaten Peter Friedhoff
(Löningen) begrüßt worden war.
Die Kulturlandschaft müsse erhalten bleiben. Rund um
Friesoythe müssten auch landschaftsästhetische Ansprüche erfüllt
werden. Gerade in der Agrarregion Südoldenburg, die in der Veredelung
recht erfolgreich schon früh wegen der kargen Böden eine Alternative
gesehen habe, sei Biogas letztlich keine Alternative. „Wir dürfen die
Stärken nicht schwächen.“ Ein Agrarland sei nicht prädestiniert für
Biogaserzeugung. „Der Landwirt will und muss hochwertige Lebensmittel
produzieren“, sagte Sander. Der Landkreis Vechta habe
bauordnungsrechtlich den Weg gezeigt, denn „der Landwirt wird nicht der
Ölscheich des 21. Jahrhunderts“. Außerdem müssten sich erneuerbare
Energien am Markt rechnen. Sander warnte davor, Naturschutz gegen die
Menschen zu betreiben. Eigentum sei das Rückgrat des Rechtsstaates.
Als nächster Gast der „Politik mit Biss“-Reihe kommt Wirtschafts- und Verkehrsminister Walter Hirche nach Lindern.

