RETTUNGSPAKET ALS CHANCE, JEDOCH MIT AUGENMASS NUTZEN
GARREL: -
"Wenn's Brei regnet soll man den Löffel raushalten", so der Tipp von
Petra Enß, Mitglied im Landesvorstand der FDP Niedersachsen. Die gelernte
Volkswirtin, die auch Vorsitzende des Landesfachausschuss Finanzen der FDP ist,
warnte aber gleichzeitig davor, die Folgekosten von Investitionen nicht aus den
Augen zu verlieren.
Gewarnt wurde aber gleichzeitig vor zu hohen
Erwartungen an das Rettungspaket. Zu viele staatliche Konjunkturprogramme
seinen in der Vergangenheit bereits gescheitert. So auch in Japan, das in den
90er Jahren ein massives Ausgabenprogramm aufgelegt hat. Dort hat sich die
Staatsschuld von 64 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in 1991 auf 175 Prozent
im Jahr 2005 nahezu verdreifacht. Wissen
müsse man auch, das der Staat lediglich zehn Prozent aller Investitionen
tätigt, 90 Prozent werden durch die Privatwirtschaft getätigt. "Wer jetzt
glaubt, dass man einen Berg stabilisiert, indem man ihn auf den Gipfel stellt,
der nimmt auch das Kippen in Kauf.", mahnt Bundestagskandidat Peter
Friedhoff deutlichere Entlastung für den Bürger an um die Kaufkraft zu stärken.
Als ein Unding bezeichnet der FDP Kreisvorstand das
Hick - Hack um den Gesundheitsfonds. Erst wird ein einheitlicher Beitragssatz
für die Kassen von 15,5 Prozent festgelegt um dann zu beschließen, dieses sei
doch zu hoch. Dann nimmt man einfach Steuergelder, um das Bürokratiemonster
Gesundheitsfond zu bezuschussen und schafft so ein undurchschaubares Geflecht
von Steuern und Beiträgen, wie man es mit der Rentenkasse schon einmal
vorgemacht hat. "Den Bürger entlasten heißt doch nicht, das ich ihm hier
einen Euro zurückgebe, den ich ihm auf der anderen Seite wieder wegnehme.",
warnte Peter Friedhoff vor Taschenspielertricks der großen Koalition in Berlin.

