Gesamtschule kann keine Alternative für Garrel sein

FDP ERNEUERT FORDERUNG NACH GYMNASIUM

Garrel: - In der FDP reiben sich die Vorständler die Augen wegen der engagierten Art und Weise, mit der MdL Bley vom Landtags-Koalitionspartner CDU die Pläne für eine Gesamtschule in Garrel vorantreibt. Dabei, und das stellte der Vorstand jetzt in einer Sitzung nach Überprüfung aller Möglichkeiten fest, gibt es für Garrel nur eine Alternative: endlich ein Gymnasium. Die Voraussetzungen im Hinblick auf die nötigen Schülerzahlen und Übergangsquoten seien identisch mit einer Gesamtschule. Also: dort, wo es eine Gesamtschule geben kann, kann es auch ein Gymnasium geben. Folglich meinte Uwe Behrens, der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende: „Wir wollten immer ein Gymnasium für Garrel, wollen jetzt erst recht ein Gymnasium für Garrel – und dabei bleiben wir auch“. 

Die im Kreis Cloppenburg herangeführten Übergangsquoten von rund 37 Prozent für ein Gymnasium seien natürlich zu niedrig gegriffen. Alle bisher eingerichteten Gymnasien führten dazu, dass wegen der größeren Wohnortnähe die Akzeptanz stieg. Bestes Beispiel sei Ramsloh gewesen. Folglich werde es in Garrel auch genügend Schüler für ein Gymnasium geben, erst recht für eine Außenstelle des CAG in Cloppenburg. Das CAG nämlich platze ebenso wie das Gymnasium in Friesoythe aus den Nähten und werde unwiederbringlich eines Tages den – in diesem Fall für Cloppenburg auch begründeten - Ruf nach einer Gesamtschule für Cloppenburg laut werden lassen. Gesamtschulen müssten neben den dreigliedrigen Schulformen, die nicht gefährdet werden dürfen, dort eingerichtet werden, wo sie eine zusätzliche Alternative seien. Das sei in Garrel mitnichten der Fall. „Außerdem ist der Elternwille in Garrel auch nicht eindeutig für eine Gesamtschule“, meinte Martin Meinerling, ebenfalls stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender. „Aber gerade in ländlichen Regionen mit weiten Schulwegen müssen die Möglichkeiten zur Einrichtung neuer Schulen sehr intensiv ausgeschöpft werden“, meinte Peter Friedhoff und erneuerte den Wunsch nach einem Gymnasium für Garrel.