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Ihr Peter Friedhoff
Kreisverbandsvorsitzender
Jäger und Schützen sind keine Sündenböcke
HANS-WERNER SCHWARZ MdL ZU GAST BEI "POLITIK MIT BISS"
Friesoythe: - „Wir brauchen keine populistische Symbolpolitik,
sondern eine von Emotionen losgelöste sachliche Debatte.“, so das Resümee von
Peter Friedhoff, Vorsitzender der FDP im Kreis Cloppenburg. Die
Diskussionsrunde war sich hierin mit dem sportpolitischen Sprecher der FDP –
Landtagsfraktion, Hans-Werner Schwarz einig.
Im
Hotel Seeblick an der Thülsfelder Talsperre in Friesoythe wurde das Thema
angeregt diskutiert. "Der Schießsport ist nicht ohne Grund olympisch. Er
ist eng mit Konzentrationsfähigkeit, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein zu
verbinden. Eigenschaften, die gerade bei jungen Menschen herausgebildet und
gefördert werden müssen. Insofern macht eine verantwortungsvolle Kooperation
zwischen Schießsportverbänden und Schulen, gerade im Zusammenhang mit
Ganztagsunterricht, durchaus Sinn.", so Hans-Werner Schwarz. „So ein
Projekt hatten wir im Kreis.“, erinnert sich Joachim Dahlke, KSB - Fachwart für
die Schützen im Landkreis.Zu diesem
Projekt hatten die Eltern bereits ihre Zustimmung gegeben, bevor es dann jedoch
vom Ministerium gestoppt wurde.
Besonders
kritisiert wurde die Ankündigung der großen Koalition aus Berlin, das
Waffenrecht weiter verschärfen zu wollen. „Mit dem Beantragen einer
Waffenbesitzkarte verliere ich dann also auch mein Grundrecht auf die
Unverletzbarkeit der Wohnung.“, kommentierte Peter Friedhoff, dass es dann zu
„verdachtsunabhängigen Wohnungskontrollen“ kommen kann. Allein dieser Punkt
zeige sehr deutlich, „dass die jetzige Regierungihren ordnungspolitischen Kompass verloren
hat und versucht, mit Symbolpolitik zu punkten.“, so Friedhoff, der vor einer
weiteren Aushöhlung der Freiheitsrechte warnt.
Hans-Werner
Schwarz hält es für richtig, dass die Zahl der Waffen, die ein Schütze besitzen
darf, begrenzt wird. „Hier ist die Frage wichtig, was zur Ausübung des Sports
benötigt wird.“, so der Landtagsvizepräsident. Das größte Problem seien jedoch
nicht die registrierten Waffen, die in vertrauenswürdigem Besitz sind, sondern
die 20 Millionen illegalen Waffen. Die Teilnehmer der „Politik mit Biss“ –
Veranstaltung begrüßten daher ausdrücklich den FDP – Gesetzentwurf über eine
zeitlich begrenzte Amnestie für die Besitzer nicht registrierter Waffen, wenn
diese kontrolliert der Verschrottung zugeführt werden.
„Jäger
und Schützen sind verantwortungsbewusste und gut geschulte Persönlichkeiten.“,
ist Peter Friedhoff überzeugt, dass vieles auch intern in den Reihen der
Schützen zu regeln ist. Einer Verschärfung des Waffengesetzes, das weltweit
bereits jetzt zu den strengsten zählt, wurde an diesem Abend eine klare Absage
erteilt, denn: „Wir haben kein Gesetzesdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit.“